Milberg, Axel

Düsternbrook



Roman

224 Seiten, gebunden, € 22,-,
ISBN 978-3-492-05948-0
(Piper)

Er ist sehr beliebt, der Kieler «Tatort«-Kommissar Borowski: nordisch, lässig, ein bisschen verträumt, ein smartes Lächeln in den Mundwinkeln. So ist auch Milbergs Roman über seine Kinder- und Jugendjahre: erfrischend anders!

Düsternbrook, das Villenviertel von Kiel, ist sein Zuhause. Hier macht sich der kleine Axel einen Spaß daraus, an der Hand seiner Mutter ins Kaufhaus geführt, den Idioten zu spielen, zu humpeln, das Gesicht zu verziehen, genau dann, wenn die Mutter sich nicht traut, ihn anzufahren. Sie ist durchaus streng. Das Gesicht seines älteren Bruders, das sie kurzerhand in den Spinat getaucht hat, als er nicht essen wollte, ist ein Bild, das Axel verfolgt. So viele intensive Bilder aus der Kindheit in Kiel und der ersten Zeit in München! So viel, was darauf schließen lässt, dass es das Spiel mit Sprache ist, das sein Leben ausmachen wird: das Schauspiel. Und das alles in einer bürgerlichen Umgebung, die schützt und verletzt, die ihn geprägt hat und aus der er ausbrechen muss.