Conradi, Arnulf

Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung



240 Seiten, Leinen, € 20,-, ISBN 978-3-95614-289-5 (Kunstmann)

Das schwerelose Dahingleiten eines Vogels ist ein Wun- der, das seit Urzeiten Staunen hervorruft und Sehnsüch- te weckt. In diesem Menschheitstraum hat die Kunst der Vogelbeobachtung vielleicht ihren tiefsten Grund.

Da ist der Wanderalbatros, der in der Antarktis auf das Heck des Kreuzfahrtschiffes zuschwebt; Schwärme von Limikolen, deren harmonischen Flug der Autor vom Kamm eines Sylter Deiches aus beobachtet – einmalige Momente! Sie lassen den Sehenden eins werden mit dem, was er sieht, und ein tiefes Gefühl von Einheit und Harmonie – einer Zen-Meditation gleich – breitet sich im Herzen aus. Die ruhigen, präzisen, zuweilen lyrischen Beschreibungen von solchen Erlebnissen im Grunewald, an der Peene, in der Uckermark, in Balderschwang und auf Helgoland sind durchsetzt mit Kommentaren großer Ornithologen, mit Szenen aus der Literatur und Gedichten von Rilke, Keats und Basho: ein wunderbares gegenseitiges Sich-Durchdringen von Natur und Kunst.