Mott, Sophia

Dem Paradies so fern



Roman

256 Seiten, gebunden, € 22,-,
ISBN 978-3-86915-172-4
(ebersbach & simon)

Was tun, wenn Leben in der Heimat nicht mehr möglich ist? Der 84-jährigen Martha Liebermann bleibt letztlich nur, Abschied zu nehmen. Ein großartig erzähltes und be- wegendes Zeit- und Frauenporträt.

Berlin 1941: Noch lebt Martha Liebermann, die 84-jährige jüdische Witwe des Malers Max Liebermann, in Berlin. Da aber absehbar ist, dass die Nazi-Schergen sie nicht mehr lange unbehelligt lassen werden, dringen Freunde darauf, Deutschland endlich zu verlassen und nach Amerika zu emigrieren, wo ihre Tochter bereits mit Ehemann und Kind lebt. Die Verhandlungen über die Ausreise ziehen sich aber hin, bis schließlich der Aufruf zur Deportation nach Theresienstadt erfolgt und Martha nur mehr ein Ausweg bleibt. Eindringlich erzählt Sophia Mott die ergreifende Lebensgeschichte der Martha Liebermann – von Kindheit und glücklichen Jahren mit Mann und Familie bis zu dem bedrohlichen Netz aus antijüdischer Hetze und Gewalt, das sich immer enger um sie zusammenzieht.