Kaute, Wilfried (Hg.)

„The Boss don´t care“



Kinderarbeit in den USA
1908–1917
320 Seiten, 300 Fotografien,
gebunden, € 39,95,
ISBN 978-3-7408-0465-7
(emons)

Die Bilder von Lewis W. Hine sind erschütternde Zeitdokumente,
die das Leben von Kinderarbeitern in den Fokus rücken. Anfang des 20. Jahrhunderts aufgenommen prangern sie ein Elend an, das auch heute noch existiert.

Lewis W. Hine (1874 –1940) war ursprünglich als Lehrer tätig, bis er sich autodidaktisch das Fotografieren beibrachte und mit seinen Bildern Zeitdokumente schuf. Er begann damit, zwischen 1904 und 1909 Einwanderer auf Ellis Island zu porträtieren. Dann erhielt er von Amerikas erster Lobbyorganisation gegen Kinderarbeit den Auftrag, das Leben von in Landwirtschaft und Industrie arbeitenden Kindern zu dokumentieren. Da die Armut groß war, blieb vielen Familien nichts anderes übrig, als oftmals schon die kleinsten Kinder zur Arbeit zu verdammen. Hine zog durch die USA und gab dem Heer von ausgebeuteten und misshandelten Kindern ein Gesicht. Seinen aufrüttelnden Fotografien gelang es, das Elend ins Bewusstsein der amerikanischen Gesellschaft zu bringen.