Assmann, Jan

Achsenzeit



Eine Archäologie der Moderne
352 Seiten, 1 s/w-Abbildung,
1 Karte, gebunden, € 26,95,
ISBN 978-3-406-72988-1
(C.H.Beck)

Vor 2000 Jahren revolutionierte der Mensch sein Weltbild und stürzte die Götter vom Thron. Jan Assmann, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, erläutert das
Phänomen der »Achsenzeit«.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. traten in verschiedenen Kulturräumen Philosophen und Propheten auf, die unabhängig voneinander das mystische Denken hinterfragten und überwanden. Konfuzius und Laotse in China, Buddha in Indien, Zarathustra in Persien, die Vorsokratiker in Griechenland. Karl Jaspers nannte diese kulturelle Revolution »Achsenzeit«. In seinem brillanten Werk beschreibt Jan Assmann anschaulich, wie Philosophen und Historiker seit der Aufklärung die erstaunliche Gleichzeitigkeit der Achsenzeit-Kulturen erklärten und dass sie darin die Grundlagen der Moderne sahen. Er zeigt, dass sich der Gründungsmythos der Moderne zwar nicht halten lässt, das damit verbundene Bestreben, die eurozentristische Sicht auf die Geschichte zu überwinden, gerade heute aber von großer Bedeutung ist.